
- Koserow Kirche (Quelle 4)
Radtour Zempin über Lüttenort nach Koserow
Parallel zur B111 verläuft der Radweg oben auf dem Deich in Richtung Koserow. Unser erster Halt im Ostseebad Koserow führt uns zu den Salzhütten. 1820 entstanden sie, als steuerfreies Salz unter staatlicher Aufsicht zum Einsalzen der Heringe hier gelagert wurde. Um 1900 erfolgte die Umwandlung in 15 Arbeitshütten der Fischer. 1974 entstand "Uns Fischerstuw" als Traditionsgaststätte. 1986/87 wurde die gesamte Anlage von nunmehr 8 Hütten rekonstruiert und unter Denkmalschutz gestellt. Weiter geht es dann zur Seebrücke. Die 261 m lange Brücke lädt zum kurzen verweilen ein und wurde 1993 eingeweiht. Steht man auf der Seebrücke, so erhebt sich das Steilkliff des 56 m hohen Streckelsberges aus dem Meer. Im Nord-Westen blicken wir über die weite Flachküste. Mit dem Fahrrad geht es nun zum Ortskern von Koserow, vorbei an Hotels und Pensionen, einer Vielzahl von Geschäften bis hin zur Koserower Kirche. Sie ist die einzige alte Kirche Usedoms, die sich in Küstennähe befindet. Ihr Merkmal: rechteckiger Feldsteinbau mit eingerücktem Westturm. Im Inneren gewölbte Hohldecke, Schnitzaltar aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts und ein Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert, von Fischern aus der See geborgen und deshalb "Kreuz von Vineta" genannt. Zurück geht es durch den Ort unterhalb des Steckelsberges wieder auf den Radweg in Richtung Zempin. Etwa auf der Hälfte des Weges verlassen wir den Radweg und überqueren die B111. Nun befinden wir uns im sogenannten "Lüttenort" , an der schmalsten Stelle der Insel Usedom, die hier gerade mal 300 m breit ist. Hier befindet sich das Gedenkatelier von Otto Niemeyer-Holstein, einem Altmeister der norddeutschen Landschaftsmalerei. Der Maler ließ sich 1932 hier nieder und baute sich sein skurriles zu Hause um einen ausrangierten S-Bahn Wagen herum. Nach seinem Tod 1984 blieb Lüttenort, so taufte es der Künstler, im Orginal und mit zahlreichen Kunstwerken erhalten.










